Bissiger Geist...



... ist meine zweite Geschichte und noch nicht ganz vollendet. Oder vielmehr, momentan ist der fast fertige Roman ein Opfer meiner Umgestaltungswut geworden. Habe ich schon erwähnt, dass ich ein Fan des Vampir-Genres bin? Deshalb geht es auch darin um Blutsauger. Neben dem Protagonisten gibt es auch noch zwei, drei weitere Vampire – aber die sind eher nebensächlich.


Worum geht es in der Geschichte?

Der Vampir in Bissiger Geist ist anders als die Vampire in Etanas Söhne. Er entspricht eher dem klassischen Vampir-Typ. Das heißt, er mag keine Sonne, weil sie ihn röstet. Er ist untot, obwohl er tagsüber durchaus wach sein kann. Er tötet nicht immer wenn er sich nährt, aber wenn er die Kontrolle verliert, kommt das durchaus vor.

Andererseits hat er bei genauerem Nachdenken doch eine klitzekleine Gemeinsamkeit mit meinen Etanaern. Er ist ziemlich einsam …. Jedenfalls bis Lucca in seinem Leben auftaucht. Obwohl er durchaus schon zu Lebzeiten ein überdimensioniert großes Faible für Frauen hatte, macht ihn die Begegnung mit ihr fast verrückt. Denn Lucca ist eine moderne, selbstbewusste junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Jamie hat teilweise doch recht antiquierte Ansichten. Sie vertritt überaus monogame Ansichten und hält nicht viel von Männern. Er hatte vermutlich im Laufe der Jahrhunderte mehr Frauen als Casanova und Konsorten zusammen und Eifersucht war bisher kein großes Thema für ihn. Jamie ist es gewohnt, dass seine Angestellten, Freunde und Familie und vor allem Frauen kuschen, sobald er es wünscht. Lucca hingegen ist mit italienischem Temperament und einer überaus scharfen Zunge ausgestattet. Die Funken zwischen den beiden sprühen relativ schnell, was ihm gleichermaßen fasziniert wie missfällt. Denn da gibt es noch ein klitzekleines Problem. Lucca glaubt weder an Vampire noch an Geister. Jamie ist – nun ja - etwas schwierig zu erklären.

Dass er in dem Landgasthof spuken muss (das allerdings nur in Vollmondnächten bzw. der Zeit vom 13. – 17. Januar seit über 250 Jahren), den Lucca während einer Geschäftsreise wetterbedingt aufsuchen muss, nervt nicht nur ihn ziemlich. Doch abgesehen davon - den Rest der Zeit ist er Vollblutvampir mit allen Konsequenzen. Und sowohl das eine als auch das andere stellt Jamie vor ein ernsthaftes Problem. Er lernt Lucca in einer dieser Geistphasen kennen. Er sieht sie – sie sieht ihn – aber sie haben keine Möglichkeit direkt miteinander zu kommunizieren oder sich näher zu kommen – was ihm sehr lieb wäre, weil ihn ihre Unerschrockenheit fasziniert. Im Rahmen eines geschäftlichen Termins sieht er sie wieder - was schlimm für ihn ist. Denn der Mann in ihm möchte ihr gerne näher kommen. Dumm nur, dass der Vampir in ihm ihr zwar zumindest in der Dunkelheit so gut wie überall hin folgen kann, gleichzeitig aber die Kontrolle in leidenschaftlicheren Momenten zu übernehmen droht. Letzteres könnte tödlich für Lucca enden, was Jamie unter allen Umständen vermeiden möchte. Dazu findet er Lucca viel zu lebendig, zu liebenswert, zu perfekt. Er möchte sie weder töten noch wandeln, weil er selbst gegen seinen Willen gewandelt wurde.


Und wie sieht es mit der weiblichen Hauptperson aus?

Sie heißt Lucca, ist jung, schön, motiviert und beruflich erfolgreich. Ihr Privatleben hingegen ist vermutlich so öde wie die Oberfläche eines Kometen. Kein Mann in Sicht, keine Kinder in Sicht. Und Sex …. nun ja, irgendwas war da doch mal.

Völlig überraschend muss Lucca einen Kollegen zu einem neuen Auftrag nach Leicestershire begleiten. Abgesehen davon, dass der Kollege an sich Lucca schon regelmäßig auf die Palme bringt, scheint gleich zu Beginn der Geschäftsreise alles schief zu laufen. Flieger verpasst, ursprünglicher Mietwagen weg, ihr fahrender männlicher Kollege zu stolz um nach dem Weg zu fragen. Kann es schlimmer kommen?

Ja, eindeutig. Statt in dem gebuchten Hotel landen die beiden dank des tobenden Schneesturms und der Sturheit ihres Kollegen in einem Landgasthof. Noch dazu in einem, in dem nicht nur der Strom in den unmöglichsten Momenten ausfällt und der zusätzlich fast ausgebucht ist. Nein, es muss natürlich so einer sein, in dem die Besitzer behaupten, dass es dort spukt. Deshalb soll sie mit ihrem Kollegen in einem Zimmer schlafen? Nur über ihre Leiche. Trotz aller Vorwarnungen und Unkenrufe entschließt sich Lucca in einem Flügel des Gebäudes zu übernachten, in dem angeblich zwei, drei Geister ihr Unwesen treiben und wo deshalb seit 250 Jahren niemand mehr in Vollmondnächten und in der Zeit vom 13. – 17. Januar schlafen darf.

Die Hotelbesitzer lassen es sich nicht nehmen. Es ist gerade Vollmond und trotz Stromausfall lassen sie es Luccas Meinung nach vermutlich mithilfe eines Notstromaggregats ordentlich krachen. Sie wird Zeuge eines Spektakels der besonderen Art. Der einzige Lichtblick scheint der Hauptdarsteller in der ihrer Meinung nach lächerlich anmutenden Aufführung zu sein. Der sieht wirklich knackig aus.

Sobald der Sturm nachlässt, fahren Lucca und ihr Kollege weiter um den Geschäftstermin wenigstens noch andeutungsweise wahrnehmen zu können. Und da erlebt sie beinahe einen Nervenzusammenbruch. Es ist zwar tröstlich zu wissen, dass aus schlechten Schauspielern durchaus noch etwas werden kann. Aber es ist sehr hinderlich feststellen zu müssen, dass die halb nackte Hologrammfigur aus dem Landgasthof jetzt in Besprechungen neben ihr sitzt. Das stört ihre Konzentration empfindlich und sei es auch nur in Form von völlig sinnverwirrenden Tagträumereien.

Und diese Störung ist leider auch nicht nur vorübergehender Natur. Denn plötzlich taucht ihr neuer Auftraggeber Jamie überall auf, wo sie hingeht. Nur in ihrer Wohnung hat sie Ruhe vor ihm. Dass er sie nebenbei von einem Wellental der Gefühle ins nächste schickt, erleichtert die Sache nicht gerade. Im einen Moment küsst er sie leidenschaftlich, im nächsten Moment ist er weg. Völlig verwirrend wird es jedoch, als Jamie sich in einer Vollmondnacht direkt aus ihren Armen in Luft auflöst.



Bissiger Geist ist also eine weitere Liebesgeschichte. Lucca muss sich etwas einfallen lassen, um mit Jamie zusammen sein zu können. Er verdreht ihr so den Kopf, dass sie – die ihrer Meinung nach völlig beziehungsunfähig ist – für immer mit ihm zusammenbleiben will. Etwas, was Jamie durchaus auch will. Seine Selbstbeherrschung schwindet ja auch von Treffen zu Treffen, aber lieber will er ganz auf Lucca verzichten, als sie zu wandeln. Seine Sturheit treibt Lucca schließlich in die Arme von Lizzy. Und die …. aber lest selbst.

Coverentwurf


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