Vom Scheitern an einer Kurzgeschichte ....

Im März 2010 wurde ich darauf angesprochen, doch einmal eine Kurzgeschichte zu schreiben. Bei dem Gedanken musste ich erst einmal schlucken. Wer mich kennt, weiß das "kurz" allenfalls zu meiner Statur, nicht jedoch zu meiner Art mich auszudrücken, passt. Wer regelmäßig mit mir mailt, weiß, wovon ich rede ....

Trotzdem hat mich die Idee nicht losgelassen. Ich kam mir vor wie ein Esel, dem man eine Möhre vor der Nase baumeln lässt, damit er sich in Bewegung setzt. Sprich, ich wurde unruhig, das Gedankenkarussell in meinem Kopf begann sich zu drehen.

Nur: Worüber sollte ich überhaupt schreiben? Etwas Erotisches? Mhm, da fiele mir zwar durchaus etwas ein; dort wo die Kurzgeschichte letztlich erstmalig veröffentlicht werden sollte, passte so etwas allerdings weniger hin. Vampire? Nein, Vampire brauchen meines Erachtens weitaus mehr Worte als Kurzgeschichten für gewöhnlich umfassen. Geister? Da besteht ja eigentlich das gleiche Problem wie bei den Vampiren und doch lockte mich dieser Gedanke schon eher. Ein Mord? Mhm, ja … doch. Vielleicht etwas aus Mord und Geist kombiniert - meine Finger begannen zu jucken. Und außerdem, auch das stand von Anfang an fest, wollte ich die Geschichte hier in der Gegend ansiedeln.

Das Schlimme war, dass mir fast zeitgleich mit der ersten Geschichte Ideen für vier weitere einfielen. Und dass ich, wie bereits erwartet, bei keiner innerhalb von zwei oder drei Seiten alles loswurde, was mir dazu einfiel. Mittlerweile sind sechs Geschichten zusammengekommen und ich bin auf der Suche nach einem Verlag.

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